Clip-Kritik: Imagevideos der Jugendverbände im Netz
16. September 2009 um 21:11 Uhr von PaulSeit zwei, drei Wochen habe ich jetzt meine Kamera und dilletantiere mich durch Interviews. Das Phänomen “Youtube” ist wirklich eine Medienrevolution. Walter Benjamin würde Freudesprünge machen, so demokratisiert ist der Zugang zu dieser Art Massenmedien-Medienmasse. Ich habe mal ein wenig gewühlt und geschaut, was die Jugendverbände mir in meiner verlängerten Adoleszenz für visuelle Leckerbissen als Image-Videos auf den Schirm zaubern.
Junge Union
Das ist ja so 2003. Albern mit schnellen Schnitten zwischen aussagelosen Bildern auf jung gemacht, bemüht witzig im Umgang mit den politischen Gegnern und Inhalte konnte ich auch nicht entdecken. Wer kennt was Neueres zur Ehrenrettung der Jungen Union?
Linksjugend `Solid
Auch so richtig schlecht. Ödes Skript: Voraussehbar, langatmig und polemisch. Ich brauche keinen Klassenkampf.
Grüne Jugend
“Hallo Bärbel - Hallo Fritzie!” Oh nein! - Ich habe auch einen Hang zu infantilen Kuscheltiernummern, aber doch bitte nicht in der Politik. Dazu inhaltlich voraussehbar, aber immerhin schöne Grafik. Fazit: Kein Igel-Kasperletheater, ist ja fast so schlimm, wie dieser bekloppte Matussek-Goethe auf Spiegel-Online!
Jusos
Pseudo-Provokation mit den Arsch-Bildern, dadurch erst recht bieder. Transportiert wenigstens Inhalte und hat eine gewisse Dynamik. Ok.
Julis
So macht man es. Klare Ästhetik, selbstironisch in kühler Atmosphäere und am Zeitgeist der webaffinen Jugend. Fragt sich nur, was gelber Dotter in schwarzer Sauce da wirklich erreichen kann…










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