Freitagsfrage: Keine Angst vor rot-grün-rosanen Frauen!

27. August 2009 um 00:51 Uhr von Paul
Farbenspiele im Museum Gelsenkirchen: Zweimal rot + grün, bitte!

Farbenspiele im Museum Gelsenkirchen: Zweimal rot + grün, bitte!

Rot-Rot-Grüne Bundesregierung: Oskar in Rente, Frau Metzger gründet die Sozialliberale Partei (SP) und der BDI ruft den Untergang Deutschlands aus: Ständig knallt es im bunten Frauentrio Künast, Kipping, Nahles, aber endlich ist er da, der (Links-)Ruck durch Deutschland (bis die Koalition nach 2 Jahren zerbricht und die bürgerliche Contras das Parlament besetzen).

Mal ehrlich: In der Politik gibt es Projekt und Pragmatismus, Idealismus und Tagesgeschäft. Auch die vereinigte Linke würde schnell merken, dass die Spielräume derzeit für große Verteilungspolitik begrenzt und auch die Umverteilung ökonomische Grenzen hat. Sie hätte ja auch eine quasi bürgerliche Partei dabei: Die Grünen würden schon dafür sorgen, dass die Formel KPD+SPD=SED in der modern-gesamtdeutschen Variante kein Revival feiern würde. Der politische Alltag würde Luftschlösser und Wahlkampfphrasen schon kleinkriegen. Dennoch: Atomkraft wäre politisch tot, Öko en vogue wie nie, Hartz IV könnte beerdigt werden, Grundeinkommenskonzepte hätten eine Chance, die Drogenpolitik wäre progressiver, die Asylpolitik weniger restriktiv. Das kann man gut finden oder schlecht. - Ich finde es so mittelmäßig, aber Angst davor habe ich nicht.

Spannend allerdings wäre zu beobachten, wozu die Polarisierung der Lager führen würde: Bestimmt käme es zu einer Repolitisierung vieler Menschen und zu hitzigen Debatten, vor alle im Vergleich zu dem großkoalitonären Weichgespüle in den Parlamenten und der krisenungewöhnlichen Ruhe in den gesellschaftlichen Debatten zur Zeit.

Im Endeffekt bin ich mir sicher: Deutschland würde an rot-rot-grün nicht kaputt gehen. Aber das Projekt rot-rot-grün an Deutschland. Und wenn ich mir da noch was wünschen dürfte: Für mich bitte in Prozenten absteigend und farbeindeutig rot-grün-rosa, denn das steht mir politisch ein bisschen näher.

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