Stimmungshoch bei der FDP - ist das ein echter Wechselwähler-Swing?

9. März 2009 um 15:01 Uhr von Sebastian Basedow

Bislang wechselt nur die Stimmung, noch keine Stimmen. Die aktuell hohen Umfragewerte für die FDP, bedürfen angesichts des Paradoxon, das trotz offensichtlichem Versagen freier Marktmechanismen das alte Programm der Freidemokraten als Antwort taugen soll, einer Erklärung.

“Obwohl die FDP immer noch das gescheiterte neoliberale Evangelium voller Inbrunst predigt, steht sie dennoch in den Umfragen so gut da wie nie zuvor.” (Süddeutsche)

Die Süddeutsche versucht sich dem Phänomen zu nähern und nimmt dabei die Gefahr, die durch den zu beobachtenden “Swing” auch SPD und Grüne betreffen könnte, in den Blick. Wechseln die Rot-Grünen zur FDP, was meint Ihr?

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3 Reaktionen zu “Stimmungshoch bei der FDP - ist das ein echter Wechselwähler-Swing?”

  1. Einmal Clubmate und zweimal Gipfel, bitte. Blogschau (4/I)

    [...] erfreut sich in Zeiten einer verbreiteten Neokapitalismus-Kritik seltsamerweise gerade die FDP steigenden Sympathiewerten. Ihr “Deutschlandprogramm” wird auf den NachDenkSeiten auseinandergenommen. Das kann [...]

  2. Gerd Nothhaft

    In dem Artikel der Süddeutschen gibt es ganz offensichtlich Fehler auf Grund mangelnder Informationen. Die sogenannten Neo-Liberalen waren es doch wohl, die in den 30ern den Grundstein für unser heutiges Kartellamt gelegt haben. Also: freie Marktwirtschaft unter Ausschaltung des Mißbrauchs von Marktmacht oder -beherrschung. Es möge mir auch nur einer der Medien-Mogule belegen, dass dies nicht so war! Sich konstant und konsequent für eine freie und soziale Marktwirtschaft einzusetzen ist wohl das Credo der FDP. Und da die Bürger erkennen und wissen, dass dieser Kurs der einzig richtige ist, tendieren sie eben eher zur FDP als zu den übrigen Parteien.

  3. Roland Wolff

    Ich stimme Gerd zu. Das muntere Neoliberalen-bashing geht weiter. Diejenigen, die die FDP gewählt haben, müssen blind und blöd sein, und das gilt es jetzt zu analysieren.

    Das herausgehobene Zitat aus der Süddeutschen spricht vom “gescheiterten neo-liberalen Evangelium”. Warum ist er eigentlich gescheitert, der Neoliberalismus? Ist das jetzt schon Common Sense? Und warum Evangelium? Unterstellt man hier den Anhängern der freien Marktwirtschaft religiösen Eifer?

    Es zeigt sich so einmal mehr, dass der Begriff “neo-liberal” so schwammig geworden ist, dass er als Projektionsfläche für alles und jeden herhalten kann.
    So finden der Antikapitalist, der Attac’ler, aber auch der normale Bürger zusammen wenn es darum geht, den gierigen Managern “da oben” mal auf die Finger zu hauen bzw., je nach Einstellung, diese auch abzuschlagen.

    Neo-liberal stand einst für Chancengleichheit durch Regeln und freie Märkte zugunsten des Verbrauchers. Wer den Begriff so verunglimpft hat, ist mir ein Rätsel. Es kann doch nicht auch der Oskar gewesen sein…?

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