Freitagsfrage rot-rot-grün
27. August 2009 um 10:35 Uhr von ChristineWäre rot-rot-grün so schlimm für Deutschland?
Schlimm ist ja relativ, es gibt bestimmt Einige die deswegen Ausschlag bekommen würden, aber ich gehöre nicht dazu. Ich finde die Idee in diesem Moment sogar richtig charmant. Ich bin ja die sehr Unentschlossene, habe aber gerade bei diesen drei Parteien das Gefühl, dass sie die mir wichtigen Themen auch auf ihrer Agenda haben. Aber ich versuche es mal mit einem realistischen Szenario:
in einem Punkt sind sich die Parteien einig: weg mit der Atomenergie!
Hier allerdings in den Abstufungen a) Sofort alle Kraftwerke abschalten (die Linke), b) alsbald als möglich abschalten, aber gleichzeitig die erneuerbarenEnergieindustrie flinker anschieben (grün), und c) abschalten ja, aber bitte entspannt, sonst flippt uns die Atomenergie Lobby aus (SPD). Die Zeichen stehen also auf grün (wenn man so will), dass sie sich einig werden würden. Das Ergebnis passt dann in Steinmeiers Deutschlandplan, und tut dem Glaubwürdigkeitsfaktor der Grünen gut. Lustig wird es dann beim Thema Hartz 4, das humpelnde Kleinkind der SPD. Die Linken finden Hartz 4 einfach nur falsch und sozial ungerecht, die Grünen dagegen halten an Hartz 4 fest, wünschen sich aber Veränderungen, z.B. durch eine Beisatzsteigerung. Die SPD hingegen liebt ihr Kind- so wie es sich für ordentliche Eltern gehört. Wenn dann noch Teile der Linken und der Grünen ihre Ideen für das bedingungslose Grundeinkommen miteinander abstimmen könnten, würde es bestimmt eine schöne Klopperei geben. Ins Strudeln geraten die drei spätestens bei Wirtschaftsfragen, denn da stehen die SPD und die Linke einfach zu weit auseinander. Hier wäre meine Befürchtung, dass sie sich gegenseitig blockieren und somit keine Lösungen herbeiführen könnten.
Was die Linke betrifft, so gibt es sicherlich Argumente sie wegen ihrer SED Vergangenheit nicht zu mögen oder sich zu wünschen, dass sie brav in der Opposition bleiben, aber letzlich gibt es auch hier nach und nach einen Austausch mit einer neuen jungen Generation. Frau Högl(SPD) erklärte, dass die SPD auch wegen Oskar Lafontaine nicht mit der Linken zusammen regieren könnte- da der Mann noch ziemlich frisch und munter wirkt, steht die “Gefahr” also nicht so unmittelbar vor der Tür.
Rot-Rot-Grün: nicht schlimm, aber ich glaube auch noch nicht reif.










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Am 29. August 2009 um 19:18 Uhr
Ich finde den Artikel fast gelungen, bin aber enttäuscht dass natürlich (wie kanns ander sein) die SED Vergangenheit der Partei als Grund sie nicht zu “mögen” angesprochen wird, anstatt fair zu sein und sie wie andere Parteien durch ihre Aussagen und INhalte zu beurtelen.
Alles im Allen wäre mir Rot-Grün am liebsten (DIE LINKE und Die Grünen ) wobei rot-rot-grün wohl der einzige Weg bleibt die CDu aus einer Regierung rauszuhalten, weshalb ich auch mit dieser Regierung einverstanden wäre. Letzenendes kann ich nur glauben dass eine Schwarz-Rote regierung ein schritt in die Stienzeit darstellen würde.
Am 30. August 2009 um 21:30 Uhr
Nun, ich verstehe deinen Einwand bezüglich des SED Beispiels, ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass ich weiß, dass sich manche (anderen) dadurch abgeschreckt fühlen, ich jedoch dafür plädiere sich die neue junge Generation anzuschauen. Ich stimme dir zu, dass die Inhalte bei der Wahl einer Partei im Vordergrund stehen sollten.