Rot+Rot+Grün=sozial✔stabil✖zukunft?

27. August 2009 um 18:38 Uhr von Eberhard

Die heute Freitagsfrage:Ist Rot Rot Grün schecht für Deutschland? Was heißt hier überhaupt schlecht?  Schlecht kann sich  hier ja nur durch den Vergleich mit anderen Optionen definieren, deshalb findet ihr in diesem Blog die anderen Farbenspiele und hier meine Gedanken zum Experiment Rot Rot Grün:

Problem der Einschätzung: Man weiß nicht wie weit sich die Parteien bei einer Koalition bewegen, wo sie bereit sind Kompromisse zu machen. Deshalb ist es so schwierig Prognosen über ein Regierungsprogramm zu machen, aber ich denke Tendenzen lassen sich durchaus erkennen.

Sozialpolitik:  mit Sicherheit die sozialste Regierung in diesem Land. Mindestlohn und Bürgerversicheung einzuführen wären kein Thema, Sozialleistugnen wie Hartz IV würden erhöht, Steuern für niedrige Einkommen gesenkt.

Wirtschaftspolitk: diese Erhöhungen müssten natürlich finanziert werden, einen Konsens würde man bei der Erhöhung der Steuern für Privatleute und Unternehmen finden, wenn die Linke aber zu sehr ihr Programm durchsetzten kann könnte das dazu führen, dass die Großen mit ihrem Geld einfach ins Ausland verschwinden und wir stehen mit weniger da als vorher.

Finanzpolitik: Es würde zumindest ehrlich versucht werden Spielregeln für Banken einzuführen, wohl mit wesentlich mehr Elan als bei Schwarz Gelb, ob das bei einem Intenationalen Finanzmarkt trotzdem machbar ist, bleibt fraglich.

Umweltpolitik: durch den Druck der Grünen und Linken, könnte der Atomausstieg schneller kommen als bislang geplant. Blöd nur wenn wir bis dann den Strom nicht durch regenerative Energien erstzen können(was wahrscheinlich nicht klappen wird) und wir am ende vielleicht sogar “schmutzigen” Atomstrom von anderen Ländern importieren müssten. Sowohl die Grünen als auch die Linke haben für mich ein zu sehr von Idealismus geprägtes Energiebild, die SPD war für mich da immer realistischer, pragmatischer.Da die beiden “kleinen” Parteien zusammen stärker als die SPD sein werden, befürchte ich eine wirtschaftsfremde übereilte Energiepolitik.

Migrationspolitik/Auslandseinsätze: Man kann davon ausgehn dass Regeln für Einwanderung gelockert werden. Das würd ich nicht bedingunglos Begrüßen. Der Druck aus Afgahnistan abzuziehn würde wachsen, ein vorschneller alleiniger Abzug kostet uns aber immens internationales Ansehn ( Dazu mehr in einem kommenden Blog)

Stabilität: Lafontaine mit Münte? Gysi mit Steinmeier? Da prallt Pragmatismus auf Ideologie, ich glaub es wird sehr schwierig. Die Grünen würden im Vergleich zur viel radikaleren Linken auf einmal als ökologische Bremser dastehen.  Die SPD würde Gefahr laufen noch mehr Stimmen nach links zu verlieren, nachdem die Stimmen an die Linke nunmehr keine “verschenkten” Stimmen an eine reine Oppositionspartei sind . Und auch für die  Linke kämen Probleme, sie könnte nicht mehr so vollmundige Versprechungen machen,in dem Wissen dass sie das eh nie einhalten muss. Viele Wähler wären entäuscht wenn sie merken würden dass vieles aus dem Programm nur “heiße Luft” ist.

 

Fazit: Rot Rot Grün wäre für Leute mit niedrigernen Einkommen zuerst ein Gewinn, allerdings könnte Jobverlust drohen aufgrund eines fehlenden gemeinsamen Wirtschaftskonzeptes und aufgrund von Mehrbelastung der Untenehmen sowohl durch Steurn als auch durch viel stärkere Umweltauflagen. Für mich ist diese Kombination zu ideologielastig und zu wenig pragmatisch. Außerdem sehe ich die Stabilität der Koalition gefährdet, da sie für alle beteiligten Parteien erhebliche Risiken bringt. Deshalb find ich das dieses Planspiel nicht aus der Schublade herausgeholt werden sollte.

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21 Reaktionen zu “Rot+Rot+Grün=sozial✔stabil✖zukunft?”

  1. Tom

    Das Planspiel von CDU und FDP heißt Ausbeutung und Überwachung. Menschen für Hungerlöhne schuften lassen und durch Terrorschwachsinn einschüchtern. Dieses Planspiel ist schon lange aus der Schublade!

  2. Eberhard

    Ausbeutung bedingt, man kann die Meinung vertreten, dass wenn jemand einen Niedriglohn hat und damit ausgebeutet wird, es immernoch besser ist als wenn er arbeitslos ist, und damit ein arbeiter ausgebeutet wird weil er den anderen noch bezahlen muss ohne dass er was kriegt und der andere was tut.
    Das Problem mit den überwachungsgesetzten seh ich auch, aber wenn du mal in das Parteiprogramm der FDP schaust steht da auf dem Papier eine echt freiheitlich liberale Haltung zu Bürgerrrechten, inwieweit sie sie durchsetzten können/werden ist die Frage…

  3. Deftone

    Das Problem bei der FDP ist, dass die Freiheit sozusagen sich selbst überlassen ist und nicht durch den Staat gewährleistet wird. Zudem wird sich in einer Koalition SChwarz-Gelb in dieser Hinsicht CDU durchsetzen. Das wurde bereits so gesagt.

    Was ich unter aller Sau finde, Eberhard, ist dass du offenbar meinst, etwas wie “Ausbeutung” lässt sich relativieren durch einen Begriff wie “Bedingt”. Es obliegt dem Staat Ausbeutung zu verhindern, und da ist es NICHT besser ausgebeutet zu werden als arbeitslos zu sein, denn Ausbeutung beinhaltet die Alternativlosigkeit, die eben gerade vom Staat geschaffen werden muss. “Bedingte Ausbeutung” ist eine Formulierung die kein Mensch einer Demokratie gelten lassen wird. Dein Wissen über Geschichtliche Ereignisse und philosophische Erkenntnisse scheint gering zu sein, denn sosnt würdest du etwas so abartiges wie Ausbeutung nicht auf diese Weise tolerieren.

    Zudem stellst du behauptungen auf wie “Blöd nur wenn wir bis dann den Strom nicht durch regenerative Energien erstzen können(was wahrscheinlich nicht klappen wird) und wir am ende vielleicht sogar “schmutzigen” Atomstrom von anderen Ländern importieren müssten.” die jeder Realität entbehren.

    Also ich ärger mich ja nur noch über euch und werde nichtmehr mit euch die Diskussion suchen. Das wird mir hier langsam einfahc zu abenteuerlich.

    beste Grüße

  4. Tom

    Zitat Eberhard:

    “Ausbeutung bedingt, man kann die Meinung vertreten, dass wenn jemand einen Niedriglohn hat und damit ausgebeutet wird, es immernoch besser ist als wenn er arbeitslos ist, und damit ein arbeiter ausgebeutet wird weil er den anderen noch bezahlen muss ohne dass er was kriegt und der andere was tut.”

    In deinem Modell ist ein logischer Bruch. Du sagst ja: Entweder arbeitet einer zu Hungerlöhnen, oder er ist arbeitslos und ein anderer Arbeiter bezahlt dann für den, der nicht für Hungerlöhne arbeitet.

    Das bedeutet es gibt in dieser Konstallation nur zwei Verantwortliche: Arbeitnehmer A und Arbeitnehmer B. Was ist denn mit dem Arbeitgeber? Hat der gar keine Verantwortung - weder gegenüber der Gesellschaft noch gegenüber seinem Arbeiter. Warum müssen in deinem Modell nur Arbeiter A und B solidarisch für einander einstehen, während der Arbeitgeber außen vor bleibt. Du findest es also amoralisch, wenn jemand nicht für einen Hungerlohn arbeitet und deswegen ein anderer dieses Menschen unterstützt. Der Hungerlohn und der Unternehmer, der diesen Hungerlohn bezahlt ist dann wohl nicht amoralisch? Ich bin verwirrt.

    Du scheinst das Neoliberale Modell, in dem die Wirtschaft vollends aus der Gesellschaft herausgelöst ist und somit auch keine Verantwortung mehr zu tragen hat, verinnerlicht zu haben. Jedenfalls wenn ich dieses Statement ansehe.

    Um es nochmal auf den Punkt zu bringen.. Behauptest du erhlich, dass es ok ist, einem Menschen nur sowenig für eine Vollzeitstelle zu bezahlen, dass es nicht für Kleidung, nahurng und Unterkunft reicht? Das kann doch wohl nicht dein Ernst sein…

  5. Eberhard

    Ok ihr habt mich überzeugt :)
    Wer 40h arbeitet muss genug Lohn bekommen, um damit “vernüftig” leben zu können. Und vernüftig kann nicht heißen: genug zu essen und n schlafplatz,sinde muss den unserer gesellschaft als “lebenswert” gesehnen standart ermöglichen können. D.h. einmal in den urlaub fahren, auto leisten können,vielleciht mit bausparvertrag mal n haus bauen können.
    Aber bei der Frage wie man’s macht würd ich trotzdem den Mindeslohn bevorzugen(allerdings ehr nach region gestaffelt, 1200€ in der sächsischen Provinz sind was anderes als 1200€ in München) , weil der einfach viel kostengünstiger ist als ein Grundeinkommen.

    Schönen Gruß
    eberhard

  6. Tom

    Wo hast du denn das mit dem Grundeinkommen her? - aber egal - Mythen halten sich eben am hartnäckig…

    Es geht hier auch nicht um den Bausparvertrag, den Urlaub und diese Dinge. Es geht um Würde. Wenn Menschen für einen Hungerlohn arbeiten und bei Staat um Zuschüssen betteln müssen, raubt es ihnen die Würde. Wenn Menschen, wie Leiharbeiter, für die Hälfte des Lohns ihrer festangestellten Kollegen arbeiten müssen, andere Kleidung zur Identifikation tragen müssen, nicht die Werkskantine besuchen dürfen, so raubt es ihnen die Würde. Wenn Menschen ihren Kindern keine Zukunftschancem bieten können, weil Bildung mittlerweile vom Geldbeutel der Eltern abhängt so raubt es ihnen die Würde.

    Es geht darum, und darauf basiert eine Demokratie, dass wir alle als Bürger eines Landes gleich sind. Formen der ‘Arbeit’ oder besser gesagt ‘Sklavenarbeit’ wie die Leiharbeit untergraben das demokratische Gleichheitsprinzip fundamental. Letztendlich lässt sich in so einem Land Demokratie nicht auf Dauer legitimieren.

  7. Eberhard

    Das Leute bei gleicher Arbeit gleich behandelt werden müssen, da geb ich dir recht, aber trotzdem sind nicht alle gleich weil jemand der sich besonderst anstrengt, vielleicht viel in seine Bildung gesteckt hat jahre gelernt in denen er nichts verdient hat, leistet eben mehr,ist produktiver (heißt nicht seine arbeit ist anstrengender)und sollte deshalb mehr bekommen. Gier ist halt n geiler Ansporn. Ich geb dir recht das eine Gesellschaft ohne die bessere wär, auch wenn sie unproduktiver ist, aber die Leute sind leider von natur aus gierig, und die leute aus dem osten mit dem trabi haben uach dem benz von drüben engegengeschmachtet(obwohl es ihnen eigentlich nicht schlecht ging, nur wollten mehr)

  8. Tom

    Auch hier leben Mythen länger auch wenn die Realität die Mythen Lügen straft.
    Was hat es denn mit der Produktivität zu tun wenn Banker die Milliardengräber schaufeln und dann den Staat um Hilfe rufen Millionen an Boni kassieren. Wieviel Produktivität steckt bei einem Boni von 150 Millionen Euro bei Herrn Wiedeking, der mit seinem Treiben sowohl Porsche als auch VW in Gefahr bring. Bei den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land kommt langsam an, dass unsere bei unseren sogenannten Eliten nicht Leistung honoriert wird sondern Klüngel und Vetternwirtschaft. Wer am Hebel sitzt zahlt sich eben auch mehr ob Leistung oder nicht. Diejenigen aber, der Kurierfahrer, der für 6 Euro Stundenlohn fährt, die Friseurmeisterin die von 8 bis 20 Uhr im Salon steht und mit 5 Euro pro Stunde nach Hause kommt, da wird Leistung erbracht aber nicht honoriert. Die Märchenstunde unserer sogenannten Eliten ist vorbei… Die Märchenstunden von FDP und CDU auch…

    Wenn du meinst eine Gesellschaft entwickelt sich auf Basis der Gier am besten (auch wenn dir Gier auch nicht sonderlich behagt) – dann tut es mir leid – dann hat die philosophische Tradition West- und Mitteleuropas keine Wurzeln geschlagen. Die theoretische Definition von Gier ist: Man nimmt für jeden persönlichen Nutzen auch den größtmöglichen Schaden aller anderen in Kauf – eben um seinen Profit zu maximieren auch wenn man damit den Verlust aller anderen maximiert. Gier schafft damit nicht Nettogewinne sondern Nettoverluste für die Gesellschaft im Ganzen. Denke mal darüber nach. Eine Gesellschaft die auf Gier basiert zerbricht und auf lange Sicht. Ferner vernichtet die Gier die biologischen Grundlagen unserer Existenz – Raubbau an der Natur. Gier ist der Tod der Menschen als Gemeinschaft. Der Mensch als soziales Wesen aber überlebt nur in Gemeinschaft. Ergo – Gier ist der Tod des Menschen – als Individuum wie auch als Kollektiv.

  9. Basti

    Das lustigste ist der Punkt Wirtschaftspolitik… obwohl… eigentlich eher traurig, dass du das hier allen Ernstes hinschreibst.
    Sollen sie doch gehen! Produktion u.ä. wird doch SOWIESO ins Ausland verlegt, weil dort Arbeitskräfte für einfachere Arbeiten billiger sind als hier.
    Hör doch bitte auf so einen oberflächlichen Bullshit zu verbreiten, wenn du schon meinst, dich zur Wirtschaftspolitik von wem auch immer äussern zu müssen. Am Stammtisch um die Ecke ist das Niveau höher, sorry.

  10. Basti

    Und zu den Auslandseinsätzen:

    Leider ist hier das Niveau auch nicht höher.. Für wen arbeitest du nochmal??? ;)
    Das Abziehen der Bundeswehr würde GELD SPAREN, DA MILITÄREINSÄTZE TEUER SIND! Darüber hinaus würden wir ANSEHEN GEWINNEN, DA WIR DANN KEINEN UNGERECHTFERTIGTEN KRIEG MEHR FÜHREN IN EINEM DER ÄRMSTEN LÄNDER DER WELT! Oder meinst du nur das Ansehen bei den Briten und Ammis? Das würde natürlich sinken, aber das ist nicht “Das Ausland”.
    Kanada rückt bereits ab… Ich hätte aber nicht mitbekommen, dass das ihr Ansehen irgendwie gekratzt hätte. Du etwa?
    Du bist also Kriegsbefürworter? Gratuliere! Weiter so!

  11. Basti

    @ Tom: Sehr gesunde Meinung, die du hast. Ich ertrage es auch nicht mehr, mit welcher Beharrlichkeit hier Lügen verbreitet und leider auch geglaubt werden, weil offensichtlich keiner mehr in der Lage ist selbstständig darüber zu denken. Also übernimmt man die Konsensmeinung und lässt sich von allen auf die Schulter klopfen! Find ich traurig.

  12. Eberhard

    Hmmm interresante meinung “sollen die Firmen doch gehn” glaubast du nicht das das arbeitslosigkeit steigern würd?wovon sollen wir dann leben?sollen alles ingenieure sein?

    @Afgahnistan, billiger wärs keine Frage, beim Ansehen lässt scih streiten, trotzdem hast du noch tausend andere punkte, wie z.b. das die bundeswehr besser als die taliban sind und die lage in pakistan

  13. Basti

    Wer in dem Fall geht, sind vielleicht ein paar Vorstände. Oder denkst du den Fabrikhallen und Machinen wachsen auf einmal Beine und sie rennen aus Deutschland raus?! Witzige Vorstellung, die du da hast.
    Die Bundeswehr ist besser als die Taliban, keine Frage. Allerdings nur dann, wenn sie das tut, wozu sie laut Grundgesetz existiert: Nämlich als reines Verteidigungsheer! Die Bundeswehr hat nichts, aber auch gar nichts, ausserhalb von Deutschland zu suchen.
    Im Moment stärkt die Bundeswehr durch ihre Anwesenheit in Afghanistan doch nur die Taliban.
    Die Lage in Pakistan hat sich auch nur deshalb so zugespitzt, weil die Taliban im Zuge unseres Angriffskrieges so erstarkt sind und immer mehr Zulauf aus der Bevölkerung haben. Aber träum ruhig weiter von deiner rosanen Welt, in der Menschen dankbar sind über feindliche Streitkräfte, die ihr Land zerbomben. Und sowas stellt die “geistige Elite” in unserem Land… traurig.

  14. Eberhard

    Du wirst lachen, aber durch höhere Steurabgaben kriegen Meschinen tatsächlich Beine und fangen an abzuwandern, das nennt man Produktionsstandortverlegung und geschieht tausendfach. Wir sollten uns mal überlegen wie wir das verhindern anstatt es weiter anzufachen.

    Die Bundeswehr ist besser als die Taliban aber nur als Verteidigungsarmee, ==> Die Taliban sind in Afgahnistan besser oder zumindest nicht schlechter als die Bundeswehr in Afgahnistan. DAs kann nicht dein Ernst sein. Wir sprengen keine Mädchenschulen in die Luft, ermorden keine Freuenrechtlerinnen und erschießen niemanden nur weil er wählen gehen will. Engel sind wir sicher keine aber das Gute defininiert sich einzig durch die schlimmere Alternative.

    Warum die Taliban so stark sind ist ne lange Geschichte in der sicher vieles von dem was du schreibst stimmt. Aber mir geht es darum was am besten ist JETZT zu tun, NACHDEM das alles schon passiert ist, und da würd ein Abzug der Bundeswehr aus Afgahnistan tatsächliche die Lage in Pakistan stark destabilisieren.

    Und bevor du mich wieder versucht persönlich anzugreifen, versuch bitte rein sachlich meine Argumente zu widerlegen.Danke.

  15. Basti

    Ich hab mir schon die Finger zu all diesen Themen im Thread >Warum ich “Die Linke” nicht wählen werde< wund geschrieben.

    Zu den Taliban nur folgender Denkanstoss:

    Was würden “wir” tun, wenn wir ständig irgendwelche deutlich mächtigeren Besatzer im Land hätten und Deutschland abgesehen davon ein absolutes Entwicklungsland wäre?

    Die Taliban sind sogar noch besser als die Bundeswehr ;) Die Taliban verteidigen derzeit ihre Heimat. Die Bundeswehr ist eigentlich nur zur Verteidigung gedacht, aggiert aber jetzt offensiv! Was die Taliban zu Verteidigern und die Bundeswehr zum Aggressor macht. Abgesehen davon: Glaubst du ernsthaft, es würde einen großen Unterschied machen, wenn unsere ca 4000 Mann da unten abhauen?? Bist du so naiv zu glauben, dass dann die ganze Region den Bach runter geht?? Das kann doch nicht dein Ernst sein, oder?
    Es hätte bestenfalls Symbolcharakter und Vorbildfunktion, mehr nicht.

    Ausserdem brauche ich nichts zu “entkräften”, da ich alles bereits mehrmals geschrieben habe. Entkräfte du erst mal das, bitte :) Wird schwierig! Ich kann mich auch nicht mit einem Erstklässler über Integrale unterhalten… Ähnliches gilt für eine politische und geostrategische Diskussion mit dir.

    Gruß

  16. Eberhard

    zu “Sollen sie doch gehen! Produktion u.ä. wird doch SOWIESO ins Ausland verlegt, weil dort Arbeitskräfte für einfachere Arbeiten billiger sind als hier.” Immerhin beschäftigt der Tertiärsektor 28% der Leute in unserem Lang, wenn nur die hälfte davon weggeht dann steigt die Arbeitslosenquote direkt um 14% auf 22%, und indirekt weit mehr weil viele weitere Jobs von diesem Bereich abhängen. Schließlich macht dieser Bereich unseren Hauptexport aus und ist damit eine der tragenden Säulen unseres Wohlstandes.

    Zu “Wer in dem Fall geht, sind vielleicht ein paar Vorstände. Oder denkst du den Fabrikhallen und Machinen wachsen auf einmal Beine und sie rennen aus Deutschland raus?! Witzige Vorstellung, die du da hast.” Hab ich schon was zu gesagt aber nochmal: Steuernachteile sind Standortnachteile un führen zu weniger hohen Investitionen. Das das korreliert siehste an der Slovakei die ihre Unternehmenssteuern gesenkt haben und deren Wirtschaft stark wächst(stärker als andere ostblockstaaten) Deshalb sollten wir die Steuern zumindest auf europäischem Nivea halten.

    Zu “Die Taliban sind sogar noch besser als die Bundeswehr”: Erzähl das mal der Mutter deren Tochter sterben musst weil sie ne Schule besuchen wollte. Oder dem Typen der Wählen gehen wollt und dem sie als strafe die hand abgehackt haben. Klar töten wir auch unschuldige und zivilisten. aber machen es nicht mit intention, wir sprengen keine Schule in die luft weil dort kleine Mädchen sind die was lernen wollen, sondern bekämpfen bewaffnete taliban obwohl sie unschuldige drumrum haben. Und zwischen dem der sich absitlich an unschuldigen vergeht und dem der das versucht möglichst zu vermeiden aber es nicht immer schafft sind himmelweite unterschiede.

    Klar sind die Taliban in der Verdeidigung. Klar macht sie das sympatischer. Aber dieser Bonus holt die Greul die sie anrichten, die scheiße die sie machen nicht raus. Und zum Thema Wiederaufbau: schau dir an was die taliban in 10 Jahren herrschaft gemacht haben.genau.nichts. Und was glaubst du mit wem entwicklungshelfer lieber arbeiten? Bundeswehrsoldaten oder taliban? Und zu guter letzt darf man nicht vergessen dass der einsatz amerikas erst als reaktion auf den 11. September kam, den die Taliban erst wohlwollend ermöglichten.

    Ich finds schade dass du mich immer persönlich angreifst weil ich ne abweichende meinung habe, ich kann nur sagen: dass ist kein Zeugniss von Stärke oder besseren Argumenten.

    Schönen Gruß
    Eberhard

  17. Basti

    Wer es nicht begreifen will, der wird es auch nicht begreifen. Und auf solch polemische Argumente kann und will ich nicht eingehen. Die Leute, die das hier lesen, werden sich so oder so für die eine oder andere These entscheiden. Es ist erschreckend, wie sehr du offensichtlich den Lügen unserer Machthaber glaubst und auch noch meinst, sie lauthals verbreiten zu müssen.
    Ich bin jetzt mehrmals auf all den Unsinn eingegangen, den du zu wissen behauptest. Die Wahlen sind vorbei und damit eigentlich die Diskussion hier überflüssig. Ich hoffe allerdings, dass vielleicht dem einen oder anderen zumindest ein bisschen die Augen aufgegangen sind, die meine oder meinen ähnliche Beiträge gelesen haben.
    Dass du Kriegsbefürworter bist, schreibst du ja witzigerweise sogar selbst :) Allein das sollte den Lesern zu denken geben.

    Beste Grüße!

  18. Basti

    Denkst du eigentlich wirklich, dass die Arbeitslosenquote um unglaubliche 14% steigt, wenn ein paar Manager mit Millionengehältern mehr Steuerabgaben haben? Find ich lustig, wusste gar nicht, dass wir in Deutschland so viele Millionäre und haben.
    Und dass das eigentliche, reale Kapital (Fabrikhallen, Maschinen, Know-How) hierbleibt, darauf bist auch nicht eingegangen. Genausowenig wie auf den längeren Text zu “Warum ich die Linke nicht wählen werde”.
    Und dann der ach so belibete Hinweis auf 9/11 unter Beteiligung der Taliban… ja, sicher, und morgen kommt der Osterhase. Woher hast du die Beweise, dass die Taliban dahinterstecken und womit du das Abschlachten von Zivilisten rechtfertigst?
    Da streiten sich weltweit Historiker und adnere Fachleute. Die US-Regierung möchte keine weiteren Untersuchungen der Vorfälle. Bevor da nichts geklärt ist maße ich mir nicht an, zu wissen, wie das alles ablief und wer verantwortlich war. Ich möchte erst mal Beweise sehen oder zumindest die Bereitschaft, etwas zu beweisen. Beides sehe ich im Moment (noch) nicht.

  19. Basti

    Achso, und erzähl du mal einem Vater, dessen Frau, 3 Töchter und 2 Söhne bei einem Bombenangriff der NATO ums Leben kamen, dass wir uns ja wirklich stets bemüht haben, keine Zivilisten zu töten. Oder sag ihm einfach, das waren potentielle Terroristen, auch gut ;)
    Der wird sich sicher freuen!
    Oder erzähl über einer Million toter Iraker, dass sie einfach Kollateralschäden waren, die es geben musste, weil Saddam so ein böser Diktator war.
    Deine Doppelmoral stinkt zum Himmel!

  20. Eberhard

    “Dass du Kriegsbefürworter bist, schreibst du ja witzigerweise sogar selbst Allein das sollte den Lesern zu denken geben.” Jeder Vernünftige Mensch ist Kriegsbefürworter, nur die Umstände unter denen er zu führen ist unterscheiden sich. Nimm ruanda: zuschauen wie hundertausend abgeschlachtet werden, ein volk ausgelöscht wird, oder eingreifen?

    Zu Irak: hab ich je was zum irakkrieg gesagt? woher nimmst du das?

    Zu Afgahnistan, ja es ist n unterschied ob ich draufschieß WEIL es frauen und kinder sind oder wenn ich draufschieß und NICHT WILL dass irgend jemand anderst zu schaden kommt aber die sich so feige verstecken dass es nicht anderst möglich ist was gegen die zu machen.

    Sag mal glaubt du wirklich das es unmöglich ist Fabrikhallen und Maschinen abzutransportieren? Ja was meinst du was gemacht wird wenn n Produktionsstandort verlagert wird? Bei Know How ist das nicht ganz so leicht, zum glück ,aber es passiert und ist n ernstes problem.

    Das was ich schreibe glaube ich. sonst würd ich es nicht schreiben, ich krieg von niemandem geld, vorteile etc.

    “9/11 unter Beteiligung der Taliban… ja, sicher, und morgen kommt der Osterhase.” Klar das sollte untersucht werden. voll dafür. neutral am besten. t

  21. Basti

    Das mit den Taliban hab ich geschrieben, weil du hier alles bunt zusammen-mixt: In der (zweifelhaften) offiziellen Version wird die Al-Quaida verantwortlich gemacht. Das ist was anderes als die Taliban. Bitte nicht verwechseln bzw gleichsetzen, auch wenns in den Medien oft passiert.
    Der Grund, warum es unvermeidlich ist, dass Zivilbevölkerung im Afghanistan-Krieg umkommt, liegt daran, dass die Taliban eine Guerilla-Strategie anwenden. Tagsüber arbeiten sie auf dem Acker als Bauern, nachts holen sie ihr Gewehr raus und kämpfen gegen die Besatzer.
    Die Geschichte lehrt uns, dass ein solcher Krieg nicht zu gewinnen ist, besonders deshalb, weil durch jeden unserer Angriffe neue junge Männer sich den Taliban anschliessen. Jeder tote Taliban “schafft” also neue Guerilla-Kämpfer (Stichwort: Blutrache).
    Selbst wenn man jetzt den Krieg für gut geheissen hat (was ich nie tat) ist es jetzt an der Zeit, einzusehen, dass man diesen Krieg nicht gewinnen KANN. Für alle Pragmatiker: Man schaue sich einfach nur Vietnam an und wie sich die USA hier ein Eigentor geschossen haben.
    Ganz egal welches Land man nimmt: Ich bin der Meinung, dass wir uns raushalten sollen. Und zwar nicht, weil ich alles supertoll finde, was z.B. in Ruanda passiert, sondern weil es durch unser eingreifen nur noch mehr Leid gibt.

    Ein gutes Mittel, für weniger Gewalt zu sorgen, wäre es, die Unmengen an Waffenexporten in diese Regionen zu verbieten. WIr verdienen daran nämlich nicht mal schlecht ;)

    Ein paar Zahlen:
    Im 2. Weltkrieg waren 50% aller Opfer Zivilisten.
    Im Vietnamkrieg waren es bereits 70%
    und im Golfkrieg dann schon 90%.
    Glaubst du ernsthaft, dass sich diese Tendenz umgekehrt hat? Und glaubst du, dass wir den Menschen wo auch immer was Gutes tun, wenn wir in 9 von 10 Fällen einen Zivilisten abmurksen? Ich habe da meine Zweifel. Im Irakkrieg von Bush-Junior gab es bereits über 1.000.000 Opfer - und es kommen täglich welche dazu.

    Ich finde es grundsätzlich absurd, davon auszugehen, dass ganze Standorte verlegt werden (samt Maschinen etc), nur weil ein paar von den oberen 5% mehr Steuern abgeben müssen. Hier geht es ja noch nicht mal um Unternehmenssteuern, sondern um die Einkommenssteuererhöhung derer, die sehr viel haben. Im Moment hat unser Steuersystem einen fetten Bierbauch auf Höhe des Mittelstandes. Bei der Unterschicht gibt es mittlerweile nix mehr zu holen und an die Oberschicht traut sich keiner ran. Also dürfen diejenigen zahlen, die wirklich noch für jeden Cent arbeiten gehen (Für die Oberen arbeitet ja großteils ihr bereits vorhandenes Geld: “Lassen Sie doch ihr Geld für sich arbeiten!”).
    Ist das fair bzw zukunftsträchtig? Auch hier habe ich meine Zweifel.
    Und wenn sich nur ein paar Einzelpersonen auf den Schlips getreten fühlen, weil sie ein paar % mehr abgeben müssen und dann auswandern, geht noch lange nicht die deutsche Volkswirtschaft den Bach runter.
    Eine (Wieder-)einführung der Vermögens- und Erbschaftsteuer würde zum einen die Binnennachfrage steigern (da es sich nicht mehr so lohnt, sein Vermögen einfach zu horten) und hätte einen positiven Effekt auf die Chancengleichheit. Manche werden in unserer Gesellschaft mit dem goldenen Löffel geboren während andere nie eine Chance hatten, überhaupt eine ordentliche Schuolbildung zu geniessen. Das muss sich ändern, weil hier so viel Potential verloren geht. Ich denke nämlich nicht, dass sehr gute Leistungen nur von denen kommen, die schon zur Elite gehören, bevor sie überhaupt ein Wort sprechen können.

    PS: Dass du für andere arbeitest war auch nicht ganz ernst gemeint. War eher Provokation :)

    Grüße!

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