Nachdem ich endlich wieder ein Datenkabel besitze, kann ich euch bebilderten schildern wieso ich vom Wahlkampfauftritt Steinmeiers in Karlsruhe ziemlich entäuscht war:
Nun ist es offiziell, nachdem sich in den letzten Tagen wilde Gerüchte um eine vorgezogene Bundestagswahl rankten und Rücktrittsforderungen immer lauter wurden, gab Oscar Lafontaine heute vormittag seinen Rücktritt als Bundesfinanzminister bekannt und legte zeitgleich alle seine übrigen Ämter nieder.
Die heute Freitagsfrage:Ist Rot Rot Grün schecht für Deutschland? Was heißt hier überhaupt schlecht? Schlecht kann sich hier ja nur durch den Vergleich mit anderen Optionen definieren, deshalb findet ihr in diesem Blog die anderen Farbenspiele und hier meine Gedanken zum Experiment RotRot Grün:
Farbenspiele im Museum Gelsenkirchen: Zweimal rot + grün, bitte!
Rot-Rot-Grüne Bundesregierung: Oskar in Rente, Frau Metzger gründet die Sozialliberale Partei (SP) und der BDI ruft den Untergang Deutschlands aus: Ständig knallt es im bunten Frauentrio Künast, Kipping, Nahles, aber endlich ist er da, der (Links-)Ruck durch Deutschland (bis die Koalition nach 2 Jahren zerbricht und die bürgerliche Contras das Parlament besetzen).
Am Sonntag war’s soweit unser erstes Interview mit einem Spitzenpolitiker, Katja Kipping, stellvertretende Parteivorsitzende der Linken, kam unsere WG besuchen.
Im Vorfeld habe ich mir das Wahlkampfprogramm eben jener Partei durchgelesen, die ich bislang nur mit Oskar Lafontaine und unverbesserlichen SED Kadern aus dem Osten in Verbindung gebracht habe. Die Mischung aus Sozialismus, Ökologismus und Pazifismus hat sich dabei, trotz einiger guter Ideen, ehr wie ein Märchenbuch der Gebrüder Grimm gelesen in dem es grad um die Geschichte von Robin Hood ging als das einer Partei die tatsächlich regieren will, und war nicht selten in sich widersprüchlich(dazu mehr in den kommenden Tagen). Deshalb war ich um so gespannter ob sie es schaffen würde meine Zweifel aus dem Weg zu räumen, oder ob wir es schaffen würden das Programm als reinen Populismus zu entlarven…
Zum Auftakt der heißen Phase im Bundestagswahlkampf besuchte Katja Kipping (DIE LINKE) am Sonntag die Wechselwähler-WG. Die Kamera von politik.de hat die Begegnung zwischen der Politikerin und den Bewohnern eingefangen:
Mit dem Fahrrad angedüst, gestern noch bei Pearl Jam und sofort den Bewohnern zugewandt, so wünscht man sich Besuch in der WG. Unser erster Gast und schon eine positive Überraschung: Katja (wir sind sofort beim Du) landet nicht nur habituell, sondern ist auch überall im Thema: Ob Energiemarkt oder Sozialgesetzgebung. Kompetenz und Überzeugung strahlt da hinter vielen ihrer platitüdenarmen Sätze hervor. Ist sie zu klug für ihre Partei oder habe ich mich zulange von meinen Vorurteilen leiten lassen?