CDU und SPD - das politische Pendant zu Kaufhof und Karstadt?
3. September 2009 um 21:02 Uhr von EwaAls ich heute morgen um kurz nach 5:00 Uhr verschlafenen Auges die Freitagsfrage, ob Volksparteien zeitgemäß seien, las, war mein erster Gedanke, dass Karstadt insolvent geworden ist, weil das Konzept eben nicht mehr zeitgemäß war.
Trotz der Versuche die Verknüpfung erstmal als morgendliche Spinnerei abzutun und meine Gedankenströme wieder zur Räson und in geordnete Bahnen zu bringen, ließ mich diese Analogie doch nicht los:
Klassische Warenhäuser wie Galeria Kaufhof oder auch Karstadt zeichnen sich durch eine unglaubliche breite Angebotspalette ab. Von Lebensmitteln über Bekleidung bis hin zu Technik, können (fast) alle Konsumbedürfnisse dort befriedigt werden. Zum Bummeln oder Vermeiden von längeren Fußwegen (nicht zu vergessen die zentrale Lage) sind sie wie gemacht. Sobald ich jedoch etwas Bestimmtes suche, nehmen wir als Beispiel mal ein schwarzes Oberteil, würde ich meine Entscheidung zwischen H&M, Zara und Mango treffen, weil das Angebot dort mehr in die Tiefe geht und aktueller ist.
Zudem ist es den großen Warenhäusern nun mal kaum gelungen sich zeitgemäß zu verändern. So entsteht bei mir der Eindruck, dass ihnen eine gewisse Spießbürgerlichkeit bis Piefigkeit innewohnt. Die Zielgruppe mag zwar auf dem Papier unsere komplette pluralistische Gesellschaft sein, von jung bis alt, arm bis reich, hip bis klassisch; tatsächlich bewegt sich aber in den Geschäften überwiegend die mehr oder weniger kaufkräftige Generation Ü-50, deren Distinktion die Einbauküche ist. Für den Großteil der Menschen, die durch diese Warenhäuser strömen, dürfte jedoch der dortige Einkauf eine Art Notlösung sein, mit der man im Zweifel nicht viel verkehrt macht.
Volksparteien = Warenhäuser - eine morgendliche Spinnerei?










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Am 3. September 2009 um 21:24 Uhr
Nette Analogie, aber ich bin mir sicher, dass auch das klassische Warenhaus noch nicht am Ende ist, wenn es sich ein etwas modischeres Gewand überstreift. - Dasselbe gilt in meinen Augen auch für die Volksparteien.
Am 3. September 2009 um 22:17 Uhr
Hmnnn, die Auswahl an schwarzen Damentops im standard-fünfstöckigen Karstadt wird wohl mindestens so groß sein wie im H&M oder Mango oder Zara. Es ist einfach für u30jährige Mädels nicht gerade ansprechend im gleichen Laden zu kaufen wie die Mama - ganz unabhänigig vom Ambiente, dem Preis oder der Leistung.
Ich denke, daß die Volksparteien wie Kaufhäuser zu unrecht uncool sind.