Die Freitagsfrage: Wäre rot-rot-grün so schlimm für Deutschland? Ein Ausblick…
27. August 2009 um 19:33 Uhr von EwaBerlin, 27.08.2010
Nun ist es offiziell, nachdem sich in den letzten Tagen wilde Gerüchte um eine vorgezogene Bundestagswahl rankten und Rücktrittsforderungen immer lauter wurden, gab Oscar Lafontaine heute vormittag seinen Rücktritt als Bundesfinanzminister bekannt und legte zeitgleich alle seine übrigen Ämter nieder.
Ein sichtlich abgekämpfter Lafontaine erklärte, dass er nicht länger bereit sei den rot-grünen Weg mitzutragen. Das Rot-Grün die meisten, der noch im Wahlkampf propagierten Projekte wegen der Wirtschaftskrise auf Eis gelegt habe, sei ein Betrug am Wähler und in dieser Zeit ein falsches Signal.
Nachdem es in den vergangenen Monaten immer wieder bei Themen wie Grundsicherung, UN-Mandaten und Atomausstieg gekracht hatte, gab eine erneute ergebnislose Ausschusssitzung, in der es unter anderem um die Höhe des Mindestlohnes ging, wohl den Ausschlag.
Enttäuscht von dem „schlechten Mannschaftsspiel“ der Regierung, erklärte Lafontaine, dass er sich künftig ganz seiner Familie widmen wolle. Die Antwort auf die Frage, ob er sich einen politischen Neuanfang in anderen Partei vorstellen könne, blieb Lafontaine indes schuldig und lächelte stattdessen nonchalant.
Unklar ist, ob das rot-rot-grüne Bündnis weiter Bestand haben wird. Direkt im Anschluss an die Rücktrittserklärung, forderte CDU-Generalsekretär Pofalla Neuwahlen.










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